Dojokun

Karate-Do no Gitsu – Die Essenz des Karate-Do

Im Karate-dojo gibt es Schulregeln, die im japanischen als „dojokun“ bezeichnet werden. Dojokun sind als Leitgedanken zu verstehen und fundamentaler Bestandteil des Trainings. Unsere dojokun an der Frontseite (shomen) des Dojo sind in japanischer Kalligraphie von Chimie Nakagawa geschrieben.

Karate-Do ist meine Übung auf dem Weg

Ich trage die Sehnsucht in mir nach der Fähigkeit, den kleinen und großen Herausforderungen des Lebens mit Gelassenheit zu begegnen. Die Perfektionierung der körperlichen Bewegung ist kein Selbstzweck, sondern ein Werkzeug, das mir hilft, die Hindernisse auf dem Weg zu mehr Gelassenheit zu erkennen. Die Bewusstwerdung meiner Hindernisse bietet mir die Chance, an ihrer Überwindung zu arbeiten. Dieser Prozess begleitet mich mein Leben lang. Meine Erfahrungen auf diesem Weg teile ich mit anderen.

 

Ich lebe und handele im Geist des Friedens

Ich mache mir die Auswirkungen meines Denkens, Redens und Handelns bewusst und übernehme dafür die Verantwortung. Ich strebe danach, den aus meinem Denken, Reden und Handeln erwachsenenden Schaden für andere, die Umwelt und mich selbst möglichst gering zu halten.

 

 

 

Freiheit und Frieden erwach(s)en aus meinem Mut zur Wahrheit

Freiheit ist die Fähigkeit zur selbstbestimmten Entscheidung in jeder Situation, ohne durch innere Zwänge von vornherein auf eine bestimmte Handlung festgelegt zu sein. Frieden ist die Fähigkeit, den eigenen Unzulänglichkeiten mit Gelassenheit zu begegnen. Freiheit und Frieden können nur wachsen, wenn ich den Mut aufbringe, mich meinen Hindernissen zu stellen und mich aktiv mit ihnen auseinanderzusetzen.